Produktion

Vorzurichtung


15. Stollen

Bei der Trocknung haben sich die Hautfasern untereinander verklebt und die Leder sind etwas verhärtet.
Durch den Stollvorgang werden nun die Leder durch stark vibrierende Metallstifte weichgeklopft.

Die Fasern werden dadurch gegeneinander gelockert und beweglicher.
Die Leder werden geschmeidiger und zeigen eine bessere Fläche.

Bei der Lederfabrik Heinen wird beim Stollen sehr genau auf die unterschiedlichen Hautpartien eingegangen.
Aufgrund unterschiedlicher Faserstrukturen müssen Bauch und Halsbereich im Vergleich zur Rückenlinie weniger stark gestollt werden.
So wird mit modernsten Maschinen angestrebt, jede Hälfte an jeder Stelle gleichmäßig hart oder weich einzustellen - je nach Kundenwunsch.

Beim Stollen wird also die Weichheit eines Leders eingestellt.

16. Dynasec

Um den Ledern eine glattere Oberfläche zu geben, werden die Leder auf dem Dynasec mit Wärme und Druck behandelt.
Die Lederoberfläche wird bei diesem Vorgang mit ca. 90 °C gebügelt, leicht auseinander gezogen und erreicht dadurch eine schönere Glätte.

Je glatter sich die Leder in der Gesamtheit präsentieren, desto besser lassen sie sich in den folgenden Prozessen der Zurichtung verarbeiten.

17. Spannen

Weiche und zügige Leder werden zur Erhöhung der Fläche und der Glätte auf einem Metallrahmen auseinander gezogen und im gespannten Zustand getrocknet.

18. Beschneiden

Beim Beschneiden werden Fransen und andere nicht gewünschte Teile der Haut entfernt

In dem Stadium, in dem sich das Leder jetzt befindet, nennt man es "Crust"-Leder.

Crust ist das nachgegerbte und getrocknete Leder.
Technisch betrachtet ist das Crust ein gebrauchsfertiges Produkt.
Alle weiteren Arbeitsgänge in der Zurichtung verändern das Leder nur in seiner Oberfläche und Optik.

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